tauchlehrer lingen
tauchlehrer lingen
VDST / CMAS TL2 Udo Segelke
 VDST / CMAS TL2  Udo Segelke

21  SK Tauchen für den Naturschutz

Der SK Tauchen für den Naturschutz ist ein gemeinschaftlicher Spezialkurs des VDST und dem Naturschutz-
bund Deutschland (NABU)

 

21.1 Kursziel
 

                    Der  Teilnehmer  soll  in  die  Lage  versetzt  werden,  nach  dem  Tauchgang  anhand  der  vorgefundenen
                    Wasserpflanzen und der Gewässerstrukturen eigenständig den Zustand des Gewässers beurteilen zu können.
                    Nach Abschluss des Kurses soll er in der Lage sein,

 

•  die gängigsten Unterwasserpflanzen erkennen und bestimmen können,
•  die  für  einen  intakten  Gewässerlebensraum  typischen  Unterwasserpflanzen  von  solchen  Arten   unterscheiden können, die Störungen und Beeinträchtigungen des Gewässers anzeigen
•  die  Häufigkeit  der  einzelnen  Pflanzenarten  in  der  untersuchten  Unterwasservegetation  einschätzen können
•  typische Habitatstrukturen und eventuelle Schäden erkennen und bewerten können

 

           Kursdauer: Der Kurs muss über mindestens 2 ganze Tage durchgeführt werden,  
 

21.2 Voraussetzungen
 

           Mindestalter: 14 Jahre; bei Minderjährigen ist die Einverständniserklärung der sorgeberechtigten Eltern

                                   (in der Regel beider Elternteile)  erforderlich. 

 

           Empfehlung:  Bei  Minderjährigen  sollte  eine  Dokumentation  des Aufklärungsgespräches erfolgen
 

          Ausbildungsstufe: DTSA*  oder  DTSA  Apnoe**,  ersatzweise  genügt  eine  vergleichbare  Qualifikation  entsprechend  der 

                                          VDST- Äquivalenzliste.  Je  nach  örtlichen  Gegebenheiten  ist  DTSA**  oder  höher  erforderlich 

                                         (siehe  jeweiliger Ausschreibungstext).
 

          Anzahl der Pflichttauchgänge: 50, davon mind. 10 Süßwassertauchgänge
 

         Sonstiges:


•  Gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung
•  Die vorherige Teilnahme am SK Süßwasserbiologie wird empfohlen.

 

21.3 Ausbilderqualifikation
 

          Ausbilder: Wer  mindestens  DTSA**-  (mit  mindestens  50  Tauchgängen),  Mitgliedschaft  in  einem  dem  VDST     

                             angeschlossenen  Verein  oder  Einzelmitgliedschaft  im  VDST  mit  umfassenden  Kenntnissen  der

                             Süßwasserbiologie.  Ausbilder  müssen  nachweislich  die  submersen  Wasserpflanzen  einschließlich 

                            der Characeen der Seen Deutschlands bestimmen können (ca. 70 Arten).
 

                            Die  Anerkennung  als  Ausbilder  kann  bei  nachgewiesener  Eignung  durch  den  NABU 

                            (Bundesfachausschuss Botanik) und dem VDST und anschließender Ernennung durch den

                            FB Umwelt & Wissenschaft, nach Herstellung  der  Einvernehmlichkeit  erfolgen. 

 

            Assistent(en):  Personen  mit  biologischer  /  ökologischer Vorbildung.


           Der Kursleiter oder mindestens einer der Assistenten muss über ausreichende Erfahrung in der Organisation

                            des  Tauchbetriebs  einer  Tauchgruppe  verfügen,  insbesondere  der  Auswahl  und  der 

                            Gruppeneinteilung (möglichst VDST Tauchlehrer).


                            Die  Abnahmeberechtigung  gilt  jeweils  für  5  Jahre.  Um  die  Lizenz  durch  den  FB  Umwelt  & 

                            Wissenschaft  zu verlängern muss innerhalb dieses Zeitraumes der SK Naturschutztauchen durchgeführt oder         

                            mindestens eine Weiterbildung mit süßwasserbiologischem Hintergrund besucht worden sein.
 

21.4 Theoretischer Teil
 

           Lerneinheiten: 8  (die  Anzahl  richtet  sich  nach  der  Konzeption  des  Kurses,  dem  Ausbilder  steht  es  frei  mehr 

                                      Lerneinheiten anzubieten).  
          

           Lehrinhalte:


•  Die  ökologische  Bedeutung  der  Makrophyten  für  das  Gewässer  (Nahrungsnetz,  etc.), Einführung

   in  die Methodik der Wasserpflanzenbestimmung  
•  Lebensraumtypische  Arten  (ihre  Bedeutung,  ihr  Vorkommen,  typische  Tiefen  der Grundrasen),

   typische Störanzeiger und ihre Bedeutung, Methoden zur naturschutzfachlichen Beurteilung eines

   Lebensraums (typische Habitatstrukturen - auch außerhalb des Wassers)
•  Dokumentation der Funde


                                       Der  Kurs  kann  durch  einen  Schwerpunkt  ergänzt  werden,  der  die  besonderen  örtlichen 

                                       Gegebenheiten berücksichtigt (z.B.: ein besonderer Seentyp).
 

21.5 Praktischer Teil
 

           Anzahl der Tauchgänge:  mindestens 2
 

                            Die praktische Ausbildung sollte durch „geleitete Tauchgänge“ erfolgen, bei denen der Ausbilder

                            und sein(e) Assistent(en) die Teilnehmenden begleiten und auf Besonderheiten hinweisen.

                            Während des Tauchgangs soll jeder  Teilnehmer  Unterwasserpflanzen  sammeln  und/oder 

                            fotografieren.  Die  Teilnehmer  bestimmen  die Unterwasserpflanzen  und  bewerten  den 

                            Zustand  des  Gewässers.  Die  gesammelten  Proben  werden anschließend gemeinsam herbarisiert.
 

21.6 Erfolgskontrolle
 

                            Die Form der Erfolgskontrolle wird durch den Ausbilder bestimmt.
 

21.7 Beurkundung
 

                            Nachweis über die Teilnahme an dem SK ist der offizielle VDST Spezialkurs-Einkleber für den Tauchpass